Nilgün Tasman

Lassen Sie uns gemeinsam Brücken
bauen, damit unsere bunte Gesellschaft
enger zusammenrückt.
Nilgün Tasman

Kultursensible Pflege

Ein Seminar von Nilgün Tasman

1968 kamen meine Eltern als Gastarbeiter aus der Türkei nach Deutschland. Aus eigener Erfahrung widme ich mich seit 2009 dem Thema der kultursensiblen Pflege.

Neben der Arbeitsmigration gibt es vielfältige Migrationsaspekte, die Fachkräfte, Betroffene und deren Angehörige im Gesundheitssektor vor großen Aufgaben stellen. Unterschiedliche Wertevorstellungen, ein andersartiges Krankheitsverständnis, stark differierende kulturelle und religiöse Bedürfnisse treffen tagtäglich aufeinander. Verunsicherung auf beiden Seiten ist oft die Folge. Hinzu kommt, dass mangelnde Sprachkenntnisse seitens der Patienten die Kommunikation oft erheblich erschweren. All diese Aspekte können im schlimmsten Fall zu Abwehrhaltungen auf beiden Seiten führen und die Pflege sowie die Genesung des Betroffenen erschweren.
Um eine adäquate medizinische und pflegerische Versorgungsqualität zu gewährleisten, ist es notwendig, die kulturellen, religiösen und ethnischen Hintergründe des Patienten zu kennen, diese zu akzeptieren und sensibel damit umzugehen.

2014 bis 2016 lehrte ich als freie Dozentin an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart im Bereich der Sozialwissenschaften „Kultursensible Pflege“. Ein Prüfungsmodul im Studiengang Angewandte Pflegewissenschaft beinhaltete meinen Lehrstoff.
„bittersüße Reise“, mein 2015 entstandener Dokumentarfilm über kultursensible Pflege, wird in vielen Gesundheits- und Bildungseinrichtungen als Lehrmaterial eingesetzt.
Seit 2014 halte ich Vorträge und gebe Seminare für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Gesundheitssektor tätig sind.

Zielgruppe

Meine Vorträge und Seminare richten sich an Fach- und Führungskräfte sowie Auszubildende aller Berufe im Bereich des Gesundheitswesens, die ihre interkulturelle Kompetenz im Umgang mit Menschen vielfältiger Herkunft erweitern möchten.

Seminarinhalte

Interkulturelle Kompetenz

Um eine adäquate medizinische und pflegerische Versorgungsqualität zu gewährleisten, ist es notwendig, die kulturellen, religiösen und ethnischen Hintergründe des Patienten zu kennen, diese zu akzeptieren und sensibel damit umzugehen.

Kultursensible Pflege für Muslime

Das Fachpersonal steht bei der Pflege von Muslimen vor besonderen Herausforderungen. Der Islam regelt viele Lebensbereiche von Muslimen, z. B. Ernährung, Körperpflege, Gebetsrituale sowie das Fasten im Monat Ramadan. Wie regelt der Islam dies im Krankheitsfall, gibt es Ausnahmesituationen? Es ist zu beachten, dass Muslime eine heterogene Gruppe sind und die individuelle praktische Umsetzung der Religiosität erhebliche Unterschiede aufweist.

Diabetes bei Muslimen

Diabetes gehört zu den Krankheiten, die vielen Patienten ähnliche Probleme im Alltag bereiten. Bei Migrantinnen und Migranten, insbesondere bei Muslimen, erschweren zudem Sprachdefizite, kulturelle und religiöse Einflüsse, ein anderes Verständnis von Krankheit, sowie lange Aufenthalte im Heimatland bei Rentnern das Krankheitsmanagement und die Therapie. Gibt es Leitlinien z. B. für den Umgang mit Diabetes während des Fastens?

Kommunikation und Wahrnehmung

Unser ganzes Handeln beruht auf eigene Erfahrungen, Assoziationen die von den Medien und aktuellen Ereignissen in der Öffentlichkeit stark geprägt sind. Wie wirkt sich das auf unser Gegenüber aus? Wie nehmen wir das Fremde wahr und wie werden wir wahrgenommen? Wie wirken Stereotype und kulturelle Filter in den interkulturellen Begegnungen mit Patienten und ihren Angehörigen?

Migration, soziale Lage und Gesundheit

Belastende Lebensereignisse im Migrationsprozess haben eine wichtige Bedeutung für die Entstehung von psychischen und physischen Krankheiten. Wie wirkt sich Migration auf die Gesundheit aus? Das deutsche Gesundheitswesen wird von den meisten Migrantinnen und Migranten sehr geschätzt. Jedoch ist im Vergleich zur einheimischen Bevölkerung die soziale und gesundheitliche Lage vieler Migrantinnen und Migranten häufig ungünstiger. Vor allem Vorsorgemaßnahmen werden seltener in Anspruch genommen. Was sind die Gründe hierfür und was sind mögliche Lösungsansätze?

Interkulturelle Öffnung im Gesundheitswesen

Interkulturelle Öffnung ist ein bewusst gestalteter Prozess, der reflexive Lern- und Veränderungsprozesse von und zwischen unterschiedlichen Menschen, Lebensweisen und Organisationsformen ermöglicht. Wie können Zugangsbarrieren und Abgrenzungsmechanismen abgebaut werden? Wie können Gesundheitseinrichtungen eine interkulturelle Öffnung erreichen?

Methodik

Vortrag
Erfahrungsaustausch
Interaktive Gruppenarbeit
Filmvorführung „bittersüße Reise“
Filmanalyse und Diskussion

Seminarkosten

Intensivseminar, 2 Tage, ab 1.160 €
Tagesseminar, 6 bis 8 Stunden, ab 980 €

Preise zzgl. 19 % MwSt. und Reisekosten

Seminarort

Die Seminare finden in geeigneten Räumlichkeiten vor Ort statt.

Termine

Nach Vereinbarung
hallo@nilguen.com
Telefon +49 711 248 33 84

Gerne stelle ich Ihnen auch für Ihre individuellen Bedürfnisse ein Seminar zusammen.
Ich freue mich auf Ihre Nachricht.

Nilgün Tasman